Schweiz: Kempower stattet die Schweizerische Post mit einer skalierbaren Ladeinfrastruktur für einen multimodalen Standort aus
Die Dekarbonisierung des Verkehrssektors hat einen neuen Meilenstein erreicht, da die Elektrifizierung zunehmend auch komplexe Schwerlast- und Linienverkehrsaufgaben erfasst. Im neuen Logistikzentrum Villmergen hat die Schweizerische Post eine hochmoderne Ladeinfrastruktur in Betrieb genommen, die speziell auf diese Anforderungen zugeschnitten ist.
Repower unterstützte das Projekt als erfahrener Partner und war für die Planung, Installation und Inbetriebnahme verantwortlich. Die Hardware-Technologie wurde von Jebsen & Jessen, einem offiziellen Vertriebspartner von Kempower in der Schweiz, geliefert. Dies ist die bislang grösste Installation von Kempower-Produkten durch Repower.
Gemischt genutzte Anlage und komplexe bauliche Gegebenheiten
Die zentrale Anforderung an den Standort war eine hohe Flexibilität der Ladeinfrastruktur. Die Anlage ist für den parallelen Betrieb von Elektrobussen von PostAuto und E-Lkw von Swiss Post Cargo ausgelegt. Diese doppelte Nutzung erfordert ein dynamisches System, das in der Lage ist, verschiedene Fahrzeugtypen und Batteriegrößen bedarfsgerecht zu laden.
Zudem stellten die baulichen Gegebenheiten in Villmergen das Projektteam vor besondere technische Herausforderungen. So musste beispielsweise eine eigene neue Transformatorstation für die Ladeinfrastruktur errichtet werden. Um den ehrgeizigen Zeitplan einzuhalten, war während der Bauphase ein temporärer Hochleistungsanschluss erforderlich. Zudem wurden die Versorgungskabel für die Ladesysteme in komplexen, drei Meter tiefen Schächten verlegt. Eine weitere Hürde war der hohe lokale Grundwasserspiegel, der den Bau von erhöhten Fundamenten für die Schaltschränke erforderlich machte, um die Leistungselektronik dauerhaft zu schützen.
Dynamische Stromverteilung über 16 Ladepunkte
Um die Ladeinfrastruktur sowohl für PostAuto als auch für Swiss Post Cargo optimal zu skalieren, kommt die modulare Technologie von Kempower zum Einsatz. Insgesamt wurden 16 Ladepunkte realisiert, die sich flexibel an die Standzeiten der Flotten anpassen. Die Anlage umfasst 14 Kempower Control Units, ausgestattet mit 14 Kempower Cable Arms für ein ergonomisches Kabelmanagement. Zudem sorgen zwei flüssigkeitsgekühlte Kempower Satellites für die hohe Ladeleistung, die für extrem schnelle Ladezyklen erforderlich ist – ein entscheidender Vorteil insbesondere bei kurzen Zwischenstopps von Schwerlastfahrzeugen.
Reibungslose Installation, zufriedene Fahrer
Eine solide Planung durch Kempowers Partner Repower sorgte für eine unkomplizierte Inbetriebnahme. „Die Installation der neuen Kempower-Ladeinfrastruktur in Villmergen verlief reibungslos und termingerecht. Die Technologie überzeugt durch hohe Zuverlässigkeit und Flexibilität – genau das, was wir für den täglichen Betrieb unserer E-Lkw und E-Busse benötigen“, fasst Karl Klaus, Immobilienprojektleiter bei der Schweizerischen Post, zusammen.
Das Projekt in Villmergen unterstreicht die Elektrifizierung von Schwerlast- und Logistikflotten als zentralen Hebel der Mobilitätswende. Mit dieser zukunftsorientierten und skalierbaren Lösung leisten die Schweizerische Post, Repower, Jebsen & Jessen und Kempower gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Transportlogistik in der Schweiz.
Mindestens ebenso wichtig ist jedoch das Feedback der Fahrer. Karl Klaus ergänzt: «Wir freuen uns besonders über das Feedback der Fahrer vor Ort. Sie betonen, dass sie ihre Elektrofahrzeuge nicht mehr gegen ein Dieselfahrzeug eintauschen möchten und dass das Laden einfach und unkompliziert ist.»
Photos © Repower