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Kempower und E-GAP: Antrieb für die Busflotte des öffentlichen Nahverkehrs in Rom

In ganz Europa schreitet die Elektrifizierung der städtischen Busflotten in beispiellosem Tempo voran. Allein in Italien machten Elektrobusse im Jahr 2025 rund 40 % aller Neuzulassungen von Stadtbussen aus, wobei große Ballungsräume wie Rom, Mailand, Turin und Neapel bei dieser Umstellung eine Vorreiterrolle einnehmen.

Dieser Trend ist in ganz Südeuropa zu beobachten, wo öffentliche Fördermittel, die Dekarbonisierungsziele der EU und sinkende Gesamtbetriebskosten groß angelegte Investitionen in die Infrastruktur für emissionsfreien öffentlichen Nahverkehr vorantreiben.

Seit 2025 arbeiten Kempower und E-GAP zusammen, um die Elektrifizierung der Busdepots des öffentlichen Nahverkehrs in Rom für die Verkehrsbereiche Rom Ost und Rom West zu unterstützen – im Rahmen einer langfristigen, soliden Partnerschaft, die auf Innovation, Skalierbarkeit und betrieblicher Effizienz basiert.

Die Herausforderung: Die Stromversorgung der wachsenden Flotte des öffentlichen Nahverkehrs in Rom

Als E-GAP erstmals an Kempower herantrat, war das Unternehmen bereits ein führender italienischer Betreiber, der sich auf „Fleet-as-a-Service“-Lösungen (FaaS) für den elektrischen öffentlichen Nahverkehr spezialisiert hatte.

Die Zusammenarbeit zwischen Kempower und E-GAP konzentriert sich darauf, Städten eine effiziente Elektrifizierung ihrer Busflotten zu ermöglichen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, und dabei Komplexität, Risiken und Vorabinvestitionen zu minimieren.

Als Kempower und E-GAP im Rahmen des Rom-Projekts mit der Planung der ersten Depots begannen, standen sie vor einigen Herausforderungen, die speziell mit der Elektrifizierung kommunaler Busflotten verbunden sind:

  • Aufrechterhaltung des normalen Betriebs – Im Busverkehr ist das Timing entscheidend, was bedeutet, dass die Ladeinfrastruktur in den Depots den gewohnten, reibungslosen täglichen Betrieb der römischen Busse unterstützen musste.
  • Zuverlässigkeit – Die Ladeinfrastruktur musste Tag und Nacht zuverlässig funktionieren, damit die Busse aufgeladen bleiben und die täglichen Fahrpläne eingehalten werden konnten.
  • Skalierbarkeit – Die Stadt Rom plant, ihre Busflotte im Laufe der Zeit auf Elektroantrieb umzustellen, was bedeutet, dass auch die Ladeinfrastruktur erweitert werden muss. Es ist wichtig, dass die anfänglichen Installationen im Zuge der Umstellung leicht skalierbar sind.

Die Lösung: Optimiertes Laden für eine Busflotte im Einsatz

Umfassende Einbindung

Das lokale italienische Team von Kempower, das über fundierte technische und betriebliche Erfahrung mit komplexen E-Bus-Projekten verfügt, lieferte einen maßgeschneiderten Ansatz.

Kempower leistete im Vorfeld Beratungsarbeit, einschließlich Simulationen vor der Inbetriebnahme auf Basis realer Betriebsdaten, die vom technischen Team von E-GAP bereitgestellt wurden. Diese Phase war entscheidend, um die optimale Leistungskonfiguration zu ermitteln und den Standort zukunftssicher zu machen.

Anschließend arbeitete Kempower eng mit seinem Servicepartner TSG zusammen, um eine reibungslose Installation unter Einhaltung strenger Zeitvorgaben sicherzustellen.

Eine Ladeinfrastruktur, die den Anforderungen der Busflotte gerecht wird

Die Ladeinfrastruktur basiert auf einer modularen Kempower-Konfiguration mit dualer Nutzung, die auf maximale Flexibilität und zukünftige Skalierbarkeit ausgelegt ist.

Sieben Kempower-Power-Units mit einer Gesamtleistung von 4 MW sind an 50 Kempower-Satellite-Anschlüsse angeschlossen und versorgen seit August 2025 eine Flotte von rund 150 E-Bussen. Die gewählte Konfiguration ermöglicht zwei verschiedene Ladeansätze:

  • Ladeszenario eins: Nachtladung im Depot. Wenn die Busse jeden Abend ins Depot zurückkehren, werden sie über Nacht wieder aufgeladen. Diese Form des Nachtladens ist auf Kosteneffizienz und Lastausgleich optimiert.
  • Ladeszenario zwei: Gelegenheitsladen am Tag. Die Kempower-Satelliten liefern bis zu 160 kW pro Anschluss für die Busse (die mit 800-Volt-Batteriesystemen ausgestattet sind), sodass sie den Bussen bei deren Durchfahrt tagsüber kurze, intensive Stromstöße zuführen können. Dieses zusätzliche Ladeszenario erhöht die betriebliche Flexibilität und die Flottenverfügbarkeit.

Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit durch dezentrales Laden

Eine zentrale Stärke ist die dezentrale Ladearchitektur, die sich besonders gut für große städtische Depots eignet, wo der Ladebedarf im Laufe des Tages und der Nacht erheblich schwankt.

Die Kempower Power Units fungieren als zentrales Stromversorgungszentrum vor Ort. Rom plant, seine Elektroflotte im Laufe der Zeit zu vergrößern, was bedeutet, dass die Ladekapazität erweitert werden muss. E-GAP kann die vor Ort bereitgestellte Leistung einfach erhöhen, indem die Kapazität der verbleibenden Kempower Power Unit gesteigert und weitere Kempower Power Units installiert werden, von denen jede bis zu 12 Kempower Satellites versorgen kann.

Dank des modularen Aufbaus kann das System im Falle einer Störung mit etwas geringerer Leistung normal weiterlaufen, bevor es zum Normalbetrieb zurückkehrt, wodurch die Zuverlässigkeit der Ladeinfrastruktur gewährleistet bleibt.

Effizientes Standortmanagement

Das Depot wird über ChargeEye, die cloudbasierte Lademanagement-Plattform von Kempower, verwaltet, was einen dynamischen Spitzenlastausgleich und eine fortschrittliche Optimierung der Energiekosten ermöglicht. Außerdem ermöglicht es eine Fernüberwachung rund um die Uhr, was im Falle eines Problems schnelle Reaktionen erlaubt und dazu beiträgt, eine hohe Verfügbarkeit aufrechtzuerhalten.

Darüber hinaus ist jeder Anschluss mit einem zertifizierten Leistungsmesser ausgestattet, der eine präzise Messung und Zertifizierung der gelieferten Energie ermöglicht. Der zusätzliche Leistungsmesser liefert wertvolle Daten für Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel, die transparente, überprüfbare Energiedaten für betriebliche und regulatorische Zwecke benötigen.

Die Effizienz wird zudem durch das dynamische Ladeelement gesteigert, da die bedarfsgerechte Zuweisung der Ladeleistung die Ladezeiten und die Gesamtbetriebskosten über die gesamte Lebensdauer des Systems optimiert.

Das Ergebnis: Ein neuer Standard für städtische E-Bus-Depots

Das Depot des Roma-Projekts zeigt, wie eine gut konzipierte, skalierbare Ladeinfrastruktur in Kombination mit einem „Fleet-as-a-Service“-Modell die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs in großen europäischen Städten beschleunigen kann. Zu den Ergebnissen gehören:

  • Zuverlässiger und reibungsloser Betrieb: Vorbeugende und korrektive Wartung werden durch einen speziellen Servicevertrag gewährleistet, der über TSG bereitgestellt wird, und die redundante Architektur des Kempower-Ladesystems sorgt dafür, dass das Ladesystem eine Systemverfügbarkeit von 99 % und langfristige Systemzuverlässigkeit aufweist.
  • Energie- und Kosteneffizienz: Das Ladegerät-Design von Kempower legt den Schwerpunkt auf Effizienz, die integrierte Planung von ChargEye senkt die Energiekosten durch Laden zu optimalen Zeiten, und das „Fleet-as-a-Service“-Modell von E-GAP reduziert das Betriebsrisiko.
  • Nachhaltigkeit: Gemeinsam unterstützen E-GAP und Kempower Rom dabei, entschlossen in Richtung emissionsfreier Mobilität voranzuschreiten, und liefern eine Lösung, die nicht nur leistungsstark, sondern auch flexibel, transparent und zukunftsfähig ist. [weitere Erfolge im Bereich Nachhaltigkeit]
  • Skalierbarkeit: Ein sorgfältig geplanter Standort und der Einsatz einer modularen und dynamischen Ladeinfrastruktur sorgen für integrierte Skalierbarkeit. Sobald die zweite Phase des Projekts in Rom bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen sein wird, wird es 120 Kempower-Ladepunkte mit einer installierten Gesamtleistung von über 10 MW geben, wodurch Rom zu den fortschrittlichsten Städten Italiens im Bereich der Ladeinfrastruktur für Elektrobusse zählt.

Betriebsleistung im großen Maßstab

Seit der Inbetriebnahme im August 2025 hat das Depot der ersten Phase bereits Tausende von Ladevorgängen ermöglicht und mehrere GWh Energie an die Elektrobusflotte Roms geliefert. Diese Ergebnisse unterstreichen die Robustheit der Ladeinfrastruktur, die den hochfrequentierten, geschäftskritischen öffentlichen Nahverkehr in großem Maßstab unterstützt und gleichzeitig Zuverlässigkeit, Effizienz und langfristige Leistung gewährleistet.

„Wir konnten die Anforderungen des ersten Busdepots erfüllen, nämlich eine zuverlässige, skalierbare und effiziente Ladeinfrastruktur, die einen reibungslosen täglichen Betrieb mit der Ladeinfrastruktur von Kempower ermöglicht. Der Erfolg dieses ersten Projekts wird als Blaupause dienen, wenn wir das Projekt auf andere Depots in Rom ausweiten“, sagte Marco Bettega, Country Manager Italien bei Kempower.

„Dieses Projekt ist erst der Anfang für die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs in Städten. Wir haben bewiesen, dass ein nachhaltigerer öffentlicher Nahverkehr nicht nur möglich, sondern auch effizient und kostengünstig ist, und damit den Weg way for a new standard for the cities of the future,” added Marco Cianfanelli, General Manager at E-GAP.